Fachvortrag der Firma SKF

Am 12.11.2009 fand an unserer CBS unter reger Beteiligung der Tages- und Abendklassen der Fachschule für Technik ein Fachvortrag zum Thema Lebensdauerberechnung bei Wälzlagern durch Mitarbeiter der Firma SKF statt. Christian Zang, Beratungsingenieur bei SKF, zeigte auf sehr kurzweilige, fachlich versierte Weise den Besuchern das vielschichtige Problem der Lebensdauerberechnung, ausgehend von seit langem etablierten Berechnungsmethoden bis hin zu den zur Zeit angewandten Verfahren, bei Wälzlagern auf.
Am Beginn stand die seit langem benutzte Methode der nominellen Lebensdauerberechnung, die auf die Wälzermüdungstheorie nach Lundberg und Palmgren zurückgeht. Generationen von Konstrukteuren haben mit dieser Methode Wälzlagerungen ausgelegt. In der Folge wurden seit 1977 weitere Einflussfaktoren, wie die Erlebenswahrscheinlichkeit, optimierte Werkstoffe und Schmierbedingungen in einer modifizierten Lebensdauer berücksichtigt.
Zur Zeit findet eine nochmals verbesserte Lebensdauerberechnung Anwendung, die auch z.B. Ermüdungsgrenzbelastungen sowie Verunreinigungen im Lager beinhaltet. Diese Methoden werden von erfahrenen Konstrukteuren in den Konstruktionsbüros angewandt. Sind diese Methoden für einen speziellen Anwendungsfall noch nicht sicher genug (oft hängen auch Menschenleben an der Funktion einer Wälzlagerung), müssen dann die Lagerspezialisten um Rat gefragt werden. An vielen anschaulichen Beispielen füllte Herr Zang während seines Vortrages die theoretischen Modelle mit Leben und sorgte somit für einen ebenso informativen wie kurzweiligen Nachmittag an der CBS. Im Anschluss an den Fachvortrag gab es schließlich noch Gelegenheit, mit Karsten Bolinth, Direktor Verkauf Deutschland Süd sowie Sigrid Hasenbank, Leiterin SKF Competence Center Mannheim, in Kontakt zu treten.
Dazu Mitorganisator Dr. Martin Gürtler: „Solche Events intensivieren und ergänzen die Lerninhalte und runden somit unser Bildungsangebot ab.“
