„EXKURSION ZUR BASF“: ORIGINALBERICHT EINES SCHÜLERS DES CHEMIEKURSES DER 12. KLASSE DES GYMNASIUMS DER CBS

„Chemische Vorgänge erwachen für die Schüler auf dem Weg zum Abitur zum Leben“…

Anstatt die Schulbank zu drücken, unternahm ein Teil der Schüler der TG 1.2 zusammen mit ihrem Lehrer Dr. Schmidt am 10. Mai 2019 eine Exkursion zur BASF nach Ludwigshafen.

Zunächst wurden die Schüler von Herr Dr. Thil durch das Besucherzentrum geführt.

Auf verschiedenen Ebenen wird hier den Besuchern u.a. die geschichtliche Entwicklung der Firma nahegebracht: von der Gründung 1865 in Mannheim als Badische Anilin- und Sodafabrik als 4-Mann-Betrieb zu dem heute weltweit arbeitenden Unternehmen mit über 120.000 Mitarbeitern. Einige zentrale Entdeckungen und Entwicklungen wurden vorgestellt und es wurde auch über die Stoffbilanz informiert (Welche Rohstoffe kauft die Firma ein und was stellt sie letztlich daraus her?). Hierbei ist die BASF weniger Produzent von Endprodukten, vielmehr liefert sie u.a. Pigmente für Farben, Kunststoffgranulate für diverse Anwendungen – vom Kinderspielzeug bis zu Flugzeuginnenverkleidungen – oder auch Superabsorber für Windeln. Am größten Verbundstandort der Welt wird versucht, Nebenprodukte der Synthesen sinnvoll weiterzuverwerten, so dass möglichst wenig „Abfall“ entsteht – somit ist ein Betrieb mit vielen anderen durch Rohrleitungen verbunden, durch die Produkte und Wärme ausgetauscht werden.

Bei der anschließenden Werksrundfahrt durch das 10 km2 große Gelände konnten einige der im Vortrag erwähnten Betriebe von außen betrachtet werden. In Anbetracht der unzähligen Rohrbrücken zum Stoffaustausch wurde anschaulich, was einen Verbundstandort ausmacht. Auch Forschungsgebäude, ärztliche Einrichtungen und drei Feuerwachen sind auf dem Werksgelände zu finden. Ferner wurden Hafenanlagen mit Ölsperre und weitere Warenumschlagplätze am Rhein sowie der Verladebahnhof und selbstfahrende Fahrzeuge zum Warentransport im Werk besichtigt. Schließlich wurde den CBSlern an einem Modell die Funktionsweise eines „Steamcrackers“ erklärt, eine der zentralen Anlagen im Werk: Hier werden aus „unbrauchbaren“ Resten der Erdöldestillation durch Aufbrechen mit Wasserdampf bei ca. 850 °C wertvolle Ausgangsstoffe für die Kunststoffproduktion hergestellt. Es schloss sich eine Besichtigung der Leitwarte des Steamcrackers an: Von hier wird wenig aufregend an Monitorwänden überwacht, was nebenan in dem 13 Fußballfelder großen Anlagen-Ungetüm passiert.

Alle Besucher erlebten einen sehr informativen und beeindruckenden Tag.

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